Gärtnern mit Kindern – Einblicke in unseren iGADU-Garten

Wenn du jetzt im Garten oder auch im Wald viele weiße Blüten entdeckst, die wie Glöckchen aussehen, dann sind es mit Sicherheit Schneeglöckchen. Sie zeigen sich sogar, wenn noch Schnee liegt. Es sind die allerersten Frühlingsboten.

Und wenn du genau hinschaust, dann siehst du, dass die Blüte des Schneeglöckchens am Anfang noch durch ein Hochblatt umgeben ist. Dieses Blatt soll die zarten weißen Blüten vor dem kalten Wetter im Januar und Februar schützen.

Übrigens: Schneeglöckchen versprühen einen angenehmen Duft.

Schneeglöckchen – Botanischer Name Galanthus

In diesem Jahr haben wir in unserem Garten und im Wald schon sehr früh eine Menge Schneeglöckchen entdeckt. Sie blühen so schön, weil sie bereits eine Menge Sonne gesehen haben und die Temperaturen recht mild waren.

Schneeglöckchen bilden im Boden kleine Zwiebeln. Die bleiben das ganze Jahr in der Erde. Wenn du in deinem Garten Schneeglöckchen haben möchtest, dann pflanze sie am besten im Zeitraum von August bis Oktober. Du lockerst den Boden mit deiner Harke und Gartenschaufel auf und dann kannst du mit dem Erdlocher ein ca. 8 cm tiefes Loch bohren, um dort die Zwiebeln einzusetzen. Danach verdeckst du die Zwiebel wieder mit Erde, so dass sie ungestört und geschützt im Erdreich liegt. Nun wartest du auf das neue Jahr.

Schneeglöckchen lieben den Vorfrühling

Wenn die Schneeglöckchen verblühen, dann kannst du beobachten wie sich die Blätter gelblich verfärben und vertrocknen. In dieser Phase gönnen wir dem Schneeglöckchen eine kleine Ruhepause. Nachdem sie so lange geblüht haben, brauchen sie das. So kann die Zwiebel genug Kraft tanken, um im nächsten Jahr wieder eine Blüte zu bilden.

Erst wenn die Blätter komplett vertrocknet sind, kannst du sie entfernen. Den Rest des Jahres sind sie über der Erde nicht zu sehen.

 

Weißt du, was auch noch interessant ist?

Schneeglöckchen vermehren sich von ganz alleine. Dabei helfen Ihnen die Ameisen. Wenn das Schneeglöckchen verblüht, springt der Fruchtkörper auf und der Samen fällt herunter. Der Samen hat ein leckeres Anhängsel, den die Ameisen gerne fressen. Deshalb nehmen sie den Samen vom Boden auf und tragen ihn durch den Garten bis sie das Anhängsel aufgefressen haben. Dann lassen sie den Samen einfach liegen und so kann sich daraus ein neues Schneeglöckchen entwickeln.

Schneeglöckchen dürfen von uns Menschen nicht gegessen werden. Sie sind giftig.

In unserem iGADU-Garten haben wir auch eine Menge Schneeglöckchen. Nicht nur, weil sie so schön sind, sondern weil wir unseren Bienen etwas Gutes tun wollen. Sie sind die erste Quelle nach dem Winter, wo sie Nahrung finden.

Gartenschaufel und Erdlocher liegen bereit.